Über mich

Josias Beem
Zu meiner Schulzeit war ich dieses eine Kind, das man gerufen hat, wenn es geheißen hat: »Der Computer spinnt«. Daran hat sich bis heute wenig geändert, nur fragen jetzt Freunde und Familie, wenn ich gerade zufällig in der Nähe bin. Dabei hat mich nie interessiert, wie man ein Problem etwa auf einem bestimmten Gerät oder Betriebssystem löst. Es war immer das Warum dahinter, das mich angezogen hat. Wer das versteht, findet sich auf jedem Gerät zurecht.
Darum studiere ich Informatik in Salzburg. Darum läuft auf meinem Rechner Linux mit NixOS. Und darum regt mich proprietäre Software auf: Was ich nicht kontrollieren kann, kann ich nicht richten. Und wo ich nicht in das System hineinsehen kann, weiß ich nicht, was für einen Schmarrn es sonst noch mit meinen Daten anstellt.
Im thomistischen Denken, in das ich mich gerade einlese, ist es genau umgekehrt: Da gibt es keine Blackbox. Nur Begriffe, Prämissen und Schlüsse, und jeder Schritt muss halten wie in der formalen Logik. Mit ein paar sauber bestimmten Begriffen, Sein und Wesen, Akt und Potenz, kommt man so erstaunlich weit. Wo man trotzdem nicht ganz hineinsieht, ist es nicht dunkel, sondern zu hell. Wenn mich eine Frage nicht loslässt, gehe ich ihr genauso nach, zuletzt der, ob das noch Brot ist oder schon Christus.
Auf dieser Website landet also alles, was ich baue und worüber ich nachdenke.